Drei Altglascontainer mit der jeweiligen Glassorte als Sortierungshilfe. Eine Grafik.

mpool und die Pizzakartons

Und dann steht man nach dem gemeinsamen Essen im Team mit den leeren Pizzakartons in der Hand da und fragt sich, ob die in den Papiermüll kommen oder doch woanders hin? Und, wenn „woanders hin“, was meint das dann?

Wichtig an der Stelle ist zu wissen, dass jede Kommune je nach Fragestellung von Abfallentsorgung andere Regelungen haben kann! Hier lohnt es sich im Internet nach dem eigenen Entsorger zu schauen und nachzuforschen, welche Regeln vor Ort gelten.

In Dortmund gehören Pizzakartons in den Restmüll, weil die Kartons mit Speiseresten verunreinigt sind und diese den Recyclingprozess stören.

Und was ist mit dem kleinen Pöttchen mit der Kräuterbutter für die Pizzabrötchen? Erst Ausspülen und dann in den gelben Sack? – Da heißt es, dass das unnötig ist, lediglich grob geleert (ausgekratzt) reicht völlig für die Entsorgung.

Zitrusschalen in die Biotonne? Auch wenn sie gespritzt sind? – Ja. In Bioabfallanlagen ist das kein Problem. Für den eigenen Kompost evtl. schon.

Kaffeekapseln aus Aluminium? – Gelber Sack. In anderen Kommunen kann es auch in die Metallsammlung kommen. Nur, leer müssen sie sein. Manche Unternehmen bieten mittlerweile auch eigene Rücknahmesysteme an.

Zerbrochene Keramik und Porzellan? – Restmüll. Allerdings: Große Mengen (Polterabend) lieber beim Wertstoffhof abgeben. Davon gibt es in Dortmund sechs Stück und ein Wertstoffzentrum für Abfälle mit mehr als 4m³.

Im Urlaub ist Anne über die „Sammlung für Nichtverpackungskunststoffe“ in Donau-Wald gestolpert. Hier gibt es Recyclinghöfe, die lediglich

  • saubere,
  • Nichtverpackungen,
  • aus PP und PE annehmen.

Heißt: Plastikeimer und -schüsseln, Sandspielzeug, Gießkannen, Wassertanks (wenn man sie zerkleinert) oder auch Gartenmöbel. Diese werden dann stofflich verwertet.

Generell ist bei Abfall ist eine Sortenreinheit immer hilfreich, denn dann kann leichter recycelt werden. Zeitlich nimmt die Sortierung von Abfällen ca. 10-20% des Recyclingprozesses in Anspruch. Je nach Abfallart können das ein paar Stunden sein oder aber auch bis zu zwei Tage.

Sortenreinheit hilft auch dabei Unfälle zu vermeiden. Man stelle sich einen Glasflaschenboden im Papiermüll vor. Kommt der mit auf den Wertstoffhof, liegt ungünstig, so entsteht mit der Sonne ein Brennglaseffekt und der gesamte Papiermüll könnte in Flammen aufgehen. Gefährlich für Mitarbeitende, Unternehmen und Umwelt.

Am 26. Januar ist Welttag der Umweltbildung und dieser Blogeintrag ist ein Beitrag von uns dazu.

Servicelink: Dortmunder Entsorgung, hier geht es zum Abfall-Leitfaden als Download. Und eine „Dreckpetze“ haben wir auch.

PS: In unseren grünen Projekten (trafoagent, Digi Green Pilot, Öko.Hub) kümmern wir uns gezielt um Ressourcenschutz mithilfe von Umweltbildung in Unternehmen.

(Quelle Beitragsbild: Grafik aus dem Abfall-Leitfaden der EDG)

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